Alle die ... kommen in die Mitte
Ziel: Sich selbst und andere besser verstehen - Gemeinschaftsgefühl - auch als Kennenlernspiel.
Die Mitspieler sitzen im Stuhlkreis. Der Spielleiter fordert auf z. B. "Alle, die schon mal die Schule geschwänzt haben, kommen in die Mitte" Die Fragen können je nach Thematik gestellt werden. Sinnvoll ist es, mit "harmlosen" Fragen anzufangen.

Ausgeschlossen
Ziel: Auslöser für Wut und Aggression erkennen / Gefühl des Ausgegrenzt-Seins kennenlernen
Ein Mitspieler wird vor die Tür geschickt. Die anderen Mitspieler bekommen den Auftrag, sich freundlich zu begrüßen

und miteinander zu unterhalten. Wenn der andere Mitspieler wieder hereinkommt, sollen die anderen ihn ignorieren bzw. nonverbal ausgrenzen. Wichtig: nur selbstbewußte Kinder aussuchen

Besser als Spießrutenlaufen
Ziel: Ich-Stärke und Selbstwertgefühl aufbauen
Die Mitspieler bilden ein Spalier, durch das jeder hindurchgeht. Die Kinder im Spalier sagen demjenigen, der hindurchgeht, was sie an ihm mögen und zeigen ihm durch Gestik und Mimik, daß sie ihn mögen.

Bruder hilf
Ziele: Solidarität und Partnerschaft trainieren, Hilfe suchen und Hilfe geben
Es gibt einen freiwilligen Fänger. Wer Gefahr läuft, gefangen zu werden, gibt schnell einem anderen Mitspieler die Hand mit den Worten “Bruder hilf!“ Sobald der Fänger außer Reichweite ist, laufen die Mitspieler wieder einzeln weiter. Wer abgschlagen ist, ist nun der Fänger.

Kind im Brunnen
Ziel: Ich-Stärke und Selbstwertgefühl aufbauen
Ein Kind kauert sich auf dem Boden zusammen. Es ist im Brunnen gefangen. Dieses Kind wird nun gefragt, von wem es gerettet werden möchte. Das Kind nennt eine Eigenschaft (z.B. wer die tollsten Grimassen machen kann) und sucht dann den entsprechenden Retter aus. Der Retter übernimmt nun die Rolle des Kindes im Brunnen etc.

Das Schlechte-Laune-Spiel
Ziel: Wut und Aggressionen beherrschen und abbauen
Jeder Mitspieler legt sich Schal oder Tuch über die Schulter. Alle bewegen sich im Raum und versuchen den anderen das Tuch von der Schulter zu ziehen und auf den Boden zu werfen. Das "Opfer" schimpft "So ein verdammter Mist, mein Tuch ist weg!", hebt das Tuch auf und wirft es unter ausgiebigem Schimpfen auf den "Dieb" auf den Boden, hebt es dann wieder auf und spielt weiter. Erreicht werden soll, daß die Kinder sich zunächst mit sich selbst beschäftigen, statt sofort auf andere loszugehen.

Die Beschuldigung
Ziel: Auslöser für Wut und Aggression erkennen / Gefühl des Ausgegrenzt-Seins kennenlernen
Ein Mitspieler wird vor die Tür geschickt. Die Gruppe erhält den Auftrag sich leise Beschuldigungen (Gerüchte) über den herausgeschickten Mitspieler zuzuzischen, sobald dieser hereinkommt. Dies soll sich zu regelrechten Beschimpfungen steigern. Wichtig: nur selbstbewußtes Kind rausschicken. Variante: Nach und nach wechseln einzelne Mitspieler die Seite und unterstützen den Beschuldigten.

Du wirst erfragt
Ziel: Sich selbst und andere besser verstehen - Feedback
Für alle Mitspieler werden Karten mit dem jeweiligen Namen geschrieben. Die Mitspieler ziehen jeder eine Karte, behalten für sich, wessen Karte sie gezogen haben. Nun stellt die Gruppe einem Mitspieler Fragen zu der Person, dessen Karte er gezogen hat. Sinnvoll ist es, nach Charaktereigenschaften zu fragen. Der Befragte darf nur mit ja, nein, ich weiß nicht antworten. Die übrigen raten, wer gemeint ist.

Fallübungen
Ziel: Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen - Vertrauen
1. Die Mitspieler lassen sich nacheinander rückwärts von einem Tisch fallen (steif machen!). Die übrigen Mitspieler stehen hinter dem Tisch, halten sich paarweise an den Händen (Arme nicht verdrehen, Ellbogengelenke nicht steif machen!) und fangen ihn auf.
2. Die Mitspieler stehen in einem Kreis. Einer steht in der Mitte, schließt die Augen, macht sich steif und läßt sich rückwärts fallen. Die anderen fangen ihn auf, drehen ihn sachte weiter und lassen ihn so zum nächsten Fänger weiterfallen, daß er dort mit dem Rücken ankommt.
3. Wie bei 2., aber in Dreiergruppen.

Geisterbahn
Ziele: Mit Angst vor Aggression umgehen, Aggressionsabbau- und verzicht üben, Vertrauen auf Fairnes vertiefen
Die Gruppe teilt sich in eine Geistergruppe und in eine Besuchergruppe. Ängstlichen Spielern wird empfohlen, sich zuerst der Geistergruppe anzuschließen. Die Geister stellen sich so im Raum auf(einzeln oder in kleinen Gruppen), dass ein Geisterbahnparcours entsteht. Die Besucher bilden Paare. Ein Besucher führt nun den anderen, der die Augen geschlossen hat, durch den Parcours. Die Geister heulen plötzlich los, seufzen, schimpfen, drohen, zupfen, stoßen. Grobheiten müssen jedoch vermieden werden. Ängstliche Spieler machen zuerst den Blindenführer, bevor sie sich selber blind führen lassen.

Hilfeschrei
Ziele: Hilfe geben und Hilfe annehmen, aggressionsfreier Köperkontakt
Es werden drei Gruppen gebildet. Dann gehen alle drei Gruppen durcheinander im Raum umher. Nun ruft der Spilleiter eine Gruppe auf, z. B. “Gruppe 3!“ Alle Mitspieler der Gruppe 3 schreien laut, stöhnen oder rufen um Hilfe, bevor sie ohnmächtig zu Boden sinken. Die Mitspieler der Gruppen 1 und 2 stürzen auf die Hilferufenden zu und halten diese oder fangen sie auf.  Wer trotzdem zu Boden fiel, wird von mehreren Mitspielern wiederbelebt  und wieder auf die Füße gestellt. Das Spiel geht weiter, der Spielleiter ruft nach einiger Zeit einen anderen Gruppennamen.

Ich bin-ich kann-ich habe
Ziel: Ich-Stärke und Selbstwertgefühl aufbauen
Jedes Kind klebt sich einen Zettel mit den Satzanfängen Ich bin..., Ich kann..., Ich habe... auf den Rücken. Alle gehen im Raum umher und ergänzen die Sätze auf den Rücken der anderen mit positiven Bemerkungen.

Ich spiegele dich
Ziel: Sich selbst und andere besser verstehen - Wahrnehmung - Paarübung.
A spiegelt Bewegungen, Gestik, Mimik von B und umgekehrt. Variante: A bekommt den Auftrag, in Zeitlupe einen Gefühlswechsel (z.B. von traurig zu fröhlich) darzustellen, B spiegelt A. Dann stellt B den Gefühlswechel umgekehrt dar, A spiegelt B.

Ich zeige dir, wie ich mich fühle
Ziel: Sich selbst und andere besser verstehen - Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
Die Mitspieler bilden Paare. A zeigt B durch Körpersprache / Gebärden, wie er sich fühlt. B verbalisiert die Gefühle von A.

Imponiergehabe der Streithähne
Ziel: aggressive Gefühle wahrnehmen und ausdrücken Aggressionsabbau auch als Aufwärmspiel
Eine Horde Urmenschen begegnet einander feindselig. Mitspieler haben keine gemeinsame Sprache. Sie versuchen, durch Geräusche, Gestik, Mimik die anderen zum Rückzug zu bewegen. Darzustellende Aussagen:- Komm mir ja nicht zu nahe - Ich bin der Stärkste - Ich kann unheimlich gefährlich sein - Ich finde dich armselig und lächerlich - Du läßt mich ganz kalt. Gruppe soll Kriegstanz aufführen. Sinnvoll: einfache Rythmusinstrumente. Evtl. mehrere Gruppen bilden zum raten. Themen: - Tanz zum Mitmachen vor dem Kampf - Tanz zum Feiern des Sieges - Tanz zum Demütigen von Gefangenen

Kampflinie
Ziele: Aggressionsabbau- und Verzicht, mit Nähe und Distanz experimentieren
Jeder wählt einen Partner und stellt sich ihm gegenüber auf der anderen Seite des Raumes auf. So entstehen zwei Kampflinien. Jede Linie hat nun einige Minuten Zeit, einen rhythmischen Kampfschritt auszumachen und einzuüben. Der Kampfschritt kann noch durch rh. Händeklatschen und Laute unterstützt werden.
Nun bewegen sich die beiden Kampflinien aufeinander zu. Linie A macht ein paar Schritte in ihrem Rhythmus und bleibt dann stehen. Als Antwort geht nun Linie B nach vorn und bleib nach ein paar Schritten stehen. Dann wieder A usw., bis beide  nah vor einander stehen. Dann bewegen sie sich wieder abwechselnd auseinander.

Kegel umwerfen
Ziel: Auslöser für Wut und Aggression erkennen / Aggressionsabbau / auch als Aufwärmspiel
Mitspieler halten sich an den Händen und bilden einen Kreis. In der Mitte sind Kegel aufgestellt. Die Spieler versuchen, die anderen in die Kegel zu ziehen um sie umzuwerfen. Wer Kegel umwirft, muss den Kreis verlassen.

Maulwurfsgewimmel
Ziel: Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen - Wahrnehmung – Vertrauensübung
Die Mitspieler teilen sich in Paare auf. Jeweils einem Partner werden die Augen verbunden. Der andere führt ihn durch den Raum, indem er ihn an der Hand nimmt, den Arm um ihn legt oder ihn lediglich durch leichtes Berühren mit einem Finger dirigiert. Auch Führen durch Zurufe ist möglich

Schmerzschrei-Spiel
Ziele: Aggressionsfreier Körperkontakt, Partnerschaft und Solidarität üben
Die Mitspieler gehen im Raum umher. Ein Mitspieler ist der Fänger. Mit einem Luftballon berührt er sein Opfer an einer Körperstelle. Das Opfer schreit solange vor Schmerz, bis ihm ein Mitspieler pantomimisch ein Pflaster auf die verwundete  Stelle geklebt hat. Der Verletzte kann jedoch vor Schmerz  dem Helfer bei der Suche der verletzten Stelle weder durch Worte noch durch Zeigen helfen. Wer verarztet ist, geht wieder weiter. Die Helfer dürfen, währen sie jemanden verarzten, selber nicht verletzt werden.

Schutzhütte
Ziel: Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen
Ein Kind baut sich aus 3 oder 4 Mitspielern eine Schutzhütte, in das es sich heinkuscheln und wohlfühlen kann

Slow-Motion-Kampf
Ziel: Wut und Aggression beherrschen und abbauen - auch als Aufwärmspiel
Die Mitspieler teilen sich in Paare auf, die in Zeitlupe miteinander kämpfen. Die Kämpfer dürfen sich nicht berühren. Eventuell Fairnessregeln erarbeiten.
Sieger spielt in Zeitlupe Siegesfreude. Variante: Vorher Sieger und Verlierer festlegen.

Souvenirs, Souvenirs
Ziel: Wut und Aggression beherrschen und abbauen - Auch als Aufwärmspiel
Jeder hängt sich ein Tuch oder Band als Schwanz in den Hosenbund. Jeder versucht, so viele Schwänze wie möglich zu ergattern. Variante: Jedes Kind wird von dem an die Hand genommen, daß ihm das Tuch geklaut hat.

Spießrutenlauf
Ziel: Auslöser für Wut und Aggression erkennen
Die Mitspieler bilden ein Spalier, das trichterförmig zusammenläuft. Die im Spalier stehenden bedrohen diejenigen die hindurch laufen durch Gestik, Mimik und Zurufe

Streichelkarussel
Ziel: Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen - Entspannung – Vertrauen.
Die Hälfte der Gruppe legt sich sternförmig auf den Bauch (Decken unterlegen). Die anderen geben ihnen sanfte Ballmassagen zu entspannender Musik. Die Massierenden verständigen sich durch Blickkontakt darüber, daß sie den Platz tauschen, so daß jeder jeden massiert. Dann werden die Gruppen ausgetauscht.

Sturm auf die Burg
Ziel: Auslöser für Wut und Aggression erkennen / Aggressionsabbau / auch als Aufwärmspiel
Mitspieler haken sich gegenseitig unter und bilden einen eng geschlossenen Kreis. Ein anderer Mitspieler (oder mehrere) versucht in den Kreis zu gelangen. Variante: versuchen, aus dem Kreis heraus zu kommen

Tiere im Urwald
Ziele: Aggressionsverzicht üben, Körpererfahrungen zulassen
Die Mitspieler sitzen im Sesselkreis. Alle machen das gleiche wie der Spielleiter. Dieser legt, während er im Sessel sitzt, seine Hände auf den Boden. Er formt sie zu Fäusten und sagt: „Ein Elefant geht durch den Urwald.“ (Die Fäuste stapfen am Boden.)“Er geht den Berg hinauf und kommt auf eine Ebene.“(Über die Unterschenkel bis zu den Oberschenkeln) „Er geht nach links.“ (Die Fäuste stapfen am Rücken des linken Nachbarn umher.) „Er geht nach rechts.“ (Die Fäuste verlassen den Rücken des linken Nachbarn und wandern über die eigenen Schenkel auf den Rücken des re Nachbarn) „Er geht wieder zurück in den Urwald.“(Die Fäuste bewegen sich über die Ober- und Unterschenkel wieder auf den Boden.) „Der Elefant begegnet einem Hasen.“(Die Hände hoppeln am Boden umher.) „Der Has läuft den Berg hinauf.“ (Unter-, Oberschenkel, linker Rücken, rechter Rücken,…)
Andere Tiere: Löwen, Ameisen, Schlangen….

Trockenübung gegen Anmache
Ziel: Wut und Aggression beherrschen und abbauen
Es wird gemeinsam überlegt, wie angespannte Situationen durch schlagfertige, bzw. überraschende Antworten entschärft werden können. Z. B.:- "Du Rotznase!" "Stimmt, hast du mal ein Tempo für mich?"- "Schwächling!" "Ja leider, kannst du mir bitte gerade mal helfen!"

Vampir-Spiel
Ziel: Angst vor Aggression abbauen, Schreie als Angstbewältigung zu erkennen
Alle Mitspieler gehen blind durch den Raum. Einem Mitspieler tippt der Spielleiter unauffällig auf die Schulter. Dieser Mitspieler weiß nun dass er der Vampir ist. Er geht blind weiter. Sobald er einem Mitspieler begegnet, legt er diesem die Hände an den Hals. Dieser „Gewürgte“ gibt einen markerschütternden Schrei von sich. Er ist nun auch ein Vampir, der blind umhergeht, Opfer würgt und diese dadurch zu Vampiren macht. Begegnen einander zwei Vampire, so erkennen sie sich daran,  Dass sie sich gegenseitig würgen. Würgen zwei V. einander, so stoßen sie einen erlösten Seufzer aus. Sie sind nun keine Vampire mehr, können aber nun wieder jederzeit zu Opfern werden.

Wenn ich wütend bin
Ziel: aggressive Gefühle wahrnehmen und ausdrücken auch als Kennenlernspiel.
Mitspieler sitzen im Stuhlkreis und sagen nacheinander, was sie tun, wenn sie wütend sind bzw. spielen es pantomimisch vor. Variante: wie "Koffer packen", Mitspieler reihen die Aussagen/Gesten der anderen aneinander. Ziele: Gefühle wahrnehmen und ausdrücken. Mitspieler laufen durch den Raum. Auf Kommando bleiben alle in ihrer momentanen Haltung stehen. Dann wird überlegt, welchen Gefühlen die jeweiligen Haltungen entsprechen.Variante: Den Mitspielern wird aufgetragen sich entsprechend vorgegebener Gefühle zu bewegen.

Wenn zwei sich streiten
Ziel: Konflikte friedlich lösen
Die Mitspieler teilen sich in Dreiergruppen auf. A und B führen ein Streitgespräch, wobei B die Anweisung hat, A unbedingt zu widersprechen, egal ob es seiner tatsächlichen Meinung entspricht oder nicht. C bekommt die Anweisung, mit eigenen Argumenten den Streit zu schlichten, was nach der Vorgabe natürlich nicht gelingt. Nach etwa 5 Minuten Rollenwechsel, so daß jedes Kind jede Rolle spielt. Anschließend in der Großgruppe über Vorraussetzungen nachdenken, die gegeben sein müssen, damit ein Streit geschlichtet werden kann. Evtl. Streitregeln aufstellen.

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